Donnerstag, 18. Mai 2017

Protestmarsch in Scharmede


Was ist los in Scharmede und warum gehen die Bürger auf die Barrikaden? Vor etwas 5 Wochen stand es in dem hier nochmals angehängten Zeitungsartikel: 11 Windräder sind dort im Genehmigungsverfahren, unter besonders auffälligen Umständen: "Störende" Bauernhöfe und Wohnhäuser bereits aufgekauft, Ortsrandbebauung Scharmede und Elsen-Bahnhof nur 600 Meter entfernt, der Kreis PB ist Genehmigungsbehörde und will sogar selber 2 der Anlagen betreiben, usw. Deshalb hat sich eine Bürgerinitiative "Windvernunft Scharmede-Elsen" gegründet und ruft auf zur Teilnahme an einer öffentlichen Veranstaltung mit Protestmarsch! Sonntag, 21. Mai 2017, 11:00 Uhr, Zeisigweg, Scharmede (siehe auch den seitlichen Flyer) Das Regionalbündnis Windvernunft e.V. unterstützt diese Veranstaltung und ruft zur regen Teilnahme auf! Mit freundlichen Grüßen Regionalbündnis Windvernunft e.V.

Freitag, 12. Mai 2017

Rotmilan-Paar wird von Windbauern vertrieben

NABU zeigt Investor einer Windenergieanlage in Nordhessen an

Wetzlar/Berlin – Wegen des Verstoßes gegen geltendes Naturschutzrecht hat der NABU gegen einen Betreiber und den Flächenverpächter eines Windenergieparks im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg Anzeige erstattet. NABU-Mitglieder hatten den Betreiber und den Flächenverpächter dabei erwischt, wie sie die Ansiedlung eines Rotmilan-Brutpaars in der Nähe ihrer Windenergieanlagen durch massive Störung zu verhindern versuchten. Gemäß Genehmigungsbescheid müsste dieser Windpark bei einer aktiven Brut von Rotmilanen in der Umgebung vom 1. Mai bis zum 31. Juli tagsüber still stehen.

Die Zeugen beobachteten, wie die zwei Männer minutenlang mit Stöcken gegen den Stamm des traditionellen Brutbaumes schlugen, um die Rotmilane vom Brutplatz zu vertreiben. „Dieses Vorgehen gegen einen gesetzlich streng geschützten Greifvogel ist eine Straftat. Da sie in diesem Zusammenhang auch als ‚gewerblich motiviert‘ eingestuft werden dürfte, droht den beiden Männern bei einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der Rotmilan ist in Deutschland streng geschützt, er zählt zu den durch Windenergieanlagen am stärksten gefährdeten Vogelarten. „Deutschland hat für das weltweite Überleben des Rotmilans die - im Vergleich zu allen anderen heimischen Vogelarten - mit Abstand größte Verantwortung. Über die Hälfte des weltweiten Bestands brütet hierzulande“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Bei der Planung von neuen Windenergieanlagen sind daher die Vorkommen von Rotmilanen und anderen potenziell gefährdeten Großvogelarten zu berücksichtigen. Ausreichende Abstände zwischen den Brutplätzen der Vögel und den Windrädern müssen ein erhöhtes Tötungsrisiko verhindern.

In der Praxis wird diese Schutzerfordernis für manche Greifvögel zunehmend zum Boomerang. Bereits Anfang 2016 machte der NABU darauf aufmerksam, dass allein für den Zeitraum 2010 bis 2015 in 42 Fällen dringender Verdacht auf die illegale Zerstörung von Großvogelhorsten in Zusammenhang mit bestehenden und geplanten Windenergieanlagen bestand.

Wenig hilfreich ist es, wenn wie im vorliegenden Fall eine zeitweise Abschaltung der Windräder als Maßnahme zur Vermeidung eines Totschlagrisikos nur dann in Kraft tritt, wenn im jeweiligen Jahr eine Ansiedlung der betroffenen Vogelart erfolgt. „In diesem Genehmigungsbescheid gibt es die Auflage, dass die Anlage vom 1. März bis 31. Juli tagsüber ruhen muss. Erst wenn bis zum 20. April sichergestellt ist, dass es zu keiner Ansiedlung des Rotmilans kommt, kann die Anlage ab Ende April ohne Einschränkungen weiterlaufen“, erklärt Maik Sommerhage, Vogelschutzexperte des NABU Hessen. „Das ist praktisch eine Einladung dazu, ansiedlungswillige Brutpaare zu vertreiben – ein klassisches Beispiel für eine ineffektive Maßnahme zur Umweltschadensabwehr bei der Genehmigung von Windrädern“, sagt Sommerhage, der die Sinnhaftigkeit dieser Auflage bereits seit Langem kritisiert. Aus Sicht des NABU ist es daher dringend erforderlich, die Effektivität dieser und ähnlicher sogenannter Verminderungs- und Vermeidungsmaßnahmen zu überprüfen.

Um den effektiven Schutz windenergiesensibler Vogelarten zu erreichen, fordert der NABU, unbedingt die wissenschaftlich empfohlenen Mindestabstände einzuhalten und bereits bei der Genehmigung von Windparks den Umfang notwendiger Abschaltzeiten fest vorzuschreiben. So kann vermieden werden, dass Landverpächter oder Betreiber von Windenergieanlagen dazu verleitet werden, Abschaltzeiten auf illegale Weise zu umgehen. Als beste fachliche Grundlage für Mindestabstände zu Vorkommen besonders gefährdeter Vogelarten gilt das so genannte „Helgoländer Papier“ der Staatlichen Vogelschutzwarten.

Der NABU befürwortet den naturverträglichen Ausbau der Windenergie, weist jedoch auf gravierende Versäumnisse bei der Standortwahl und der qualitativen Umsetzung einzelner Projekte hin. Eine Optimierung der räumlichen Steuerung bei der Planung und Genehmigung von Anlagen ist dringend erforderlich, damit Naturschutzbelange beim Windenergieausbau endlich adäquat und von Anfang berücksichtigt werden und somit die Planungs- und Rechtssicherheit erhöht wird.

Dienstag, 25. April 2017

Tag des Baumes

Am Tag des Baumes beteiligten sich auch ein Teil der Mitglieder des RBW bei der Pflanzaktion Apfelbaum-Streuobstwiese der Gemeinschaft für Naturschutz des Bürener Land e.V. auf Gut Wohlbedacht. Über 15 Apfelbäume der verschiedensten Sorten, auch alte Sorten, wurden bei dieser Aktion nachgeplanzt.

Viel Wind und Gegenwind um den Paderborner Dom

Windkraft im Paderborner Land:
Kaum ein anderes Thema wird so kontrovers diskutiert.
Etwa jede zweite der 1000 Windkraftanlagen in Ostwestfalen-Lippe dreht sich im Windland Paderborn.
Es werden wohl bald mehr als 600 sein. Der Kreistag hat zum Ziel erklärt, bis zum Jahr 2020 den Strombedarf im Kreis Paderborn rechnerisch zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien abzudecken.
Heute sollen schon 80 Prozent erreicht sein, hat kürzlich der Windparkbetreiber Westfalenwind ausgerechnet.
Die meisten Windräder erzeugen in den Hochlagen des Paderborner Südkreises Strom.
Vielerorten haben sich Bürgerinitiativen gebildet, die sich gegen einen weiteren Ausbau der Windkraftnutzung und eine »Verspargelung« der Landschaft stemmen. Andere sehen in der Windkraft eine umweltschonende Kraftquelle, die nicht versiegt. Mit Windkraft lässt sich zudem gutes Geld verdienen.
Das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT hat sieben Landtagskandidaten für den Wahlbezirk Paderborn-Land über ihre Haltung zur Windkraftpolitik befragt.
Vor der Landtagswahl am 14. Mai sind weitere Themenseiten geplant.
Quelle: Westfälisches Volksblatt v. 20.4.2017 

Wir veröffentlichen diese Antworten in den nächsten Posts

Antworten siehe hier:
AfD
CDU
FDP
Grüne
Linke
Piraten
SPD

Montag, 24. April 2017

CDU-Plakat und Reaktion

"Stellt doch eure Windräder direkt in meinem Garten- Uns reicht´s!  Wir wählen CDU.

Dieses Wahlplakat (Plakat im Bild) stand ausgerechnet am Ortsausgang der Stadt Bad Wünnenberg.
Nervöse Investoren kontern sofort mit dem gezeigten Gegen-Plakat.
Das Regionalbündnis Windvernunft weist darauf hin:


Sonntag, 23. April 2017

Piraten: Dr. Lutz Martiny

Quelle: Westfälisches Volksblatt v. 20.4.2017
Piraten: Für konsequenten Ausbau

Ein vernünftiger Ausbau wäre besser und nicht mit dem Kopf durch die Wand.

Antwort gut
Ziel befriedigend
Weitere Antworten siehe hier:
AfD
CDU
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SPD

AfD: Karl-Heinz Tegethoff

Quelle: Westfälisches Volksblatt v. 20.4.2017
AfD: Gegen jede Subvention

Investoren wissen nicht mehr wohin mit dem Verdienst, Leidtragende sind die einfachen Bürger

Antwort sehr gut
Ziel sehr gut
(wenn da nicht andere Gründe wären)
Weitere Antworten siehe hier:
AfD
CDU
FDP
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Linke
Piraten
SPD

Die Linke: Holger Drewer

Quelle: Westfälisches Volksblatt v. 20.4.2017
Die Linke: In vollem Umfang nutzen.

Voller Umfang der Windenergie ohne Speicher? unmöglich und daher sinnlos.

Antwort befriedigend
Ziel befriedigend
Weitere Antworten siehe hier:
AfD
CDU
FDP
Grüne
Linke
Piraten
SPD

Grüne: Norika Creuzmann

Quelle: Westfälisches Volksblatt v. 20.4.2017
Grüne: Kritik ist zumeist überzogen.

Will NRW die Welt retten und  ist Wald keine Umwelt?

Antwort mangelhaft
Ziel ungenügend
Weitere Antworten siehe hier:
AfD
CDU
FDP
Grüne
Linke
Piraten
SPD

FDP: Roze Özmen

Quelle: Westfälisches Volksblatt v. 20.4.2017
FDP: Energieerlass zurücknehmen

Aktiver Schutz unserer Natur ist inzwischen notwendig

Antwort gut
Ziel sehr gut
Weitere Antworten siehe hier:
AfD
CDU
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SPD